
Ein historischer Moment für die Kfz-Innung Nordost MV: Nach dem Schritt in die Eigenständigkeit im Jahr 2024 fand nun am 27. Februar 2025 die erste eigene Gesellenfreisprechung – losgelöst von anderen Gewerken – im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald statt. In feierlichem Rahmen wurden 24 frischgebackene Junggesellen mit ihren Angehörigen und Ausbildern geehrt.
Unter den Ehrengästen befanden sich Achim Lerm, stellvertretender Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Kreishandwerksmeister Schmidt sowie der ehemalige Profiboxer und mehrfache Deutsche-, Europa- und Weltmeister Sebastian Sylvester. Weitere Förderer und Unterstützer der Veranstaltung waren unter anderem Frau Grund von der Peter-Warschow-Sammelstiftung, die Herren Aurich und Groh vom Versorgungswerk, Frau Kropidlowski, Schulleiterin des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums (RBB), Uwe Bartel von der DEKRA sowie Mitglieder des Vorstands und Prüfungsausschusses der Innung.
Feierliche Zeremonie mit inspirierenden Reden
Obermeister Marcus Mischke führte durch die Veranstaltung, die von einem Team von Greifswald TV, dem Nordkurier und der Ostsee-Zeitung begleitet wurde. Das ehrwürdige Ambiente des Landesmuseums erhielt durch ausgestellte Autoteile – darunter Reifen, Felgen, ein Motor und ein Lkw-Getriebe – eine kraftfahrzeugtechnische Note.
In seiner Rede betonte der stellvertretende Oberbürgermeister Achim Lerm die Bedeutung der Junggesellen für die regionale Wirtschaft und appellierte an den Landkreis, den Bildungsstandort Greifswald für Kfz-Mechatroniker nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen.
Ex-Profiboxer Sebastian Sylvester zog Parallelen zwischen Leistungssport und Handwerk und motivierte die Junggesellen mit den Worten: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Untermalt von Szenen seiner eigenen Titelkämpfe ermutigte er die jungen Handwerker, Herausforderungen anzunehmen, aus Niederlagen zu lernen und stetig nach Verbesserung zu streben.
Ehrungen und Übergabe der Gesellenbriefe
Besonders geehrt wurden die fünf besten Absolventen mit der Note „Gut“ sowie weitere fünf Junggesellen mit herausragenden praktischen Prüfungsergebnissen. Mit Stolz stellte die Innung fest, dass sich der Beruf zunehmend auch für Frauen öffnet – in diesem Jahr waren erneut zwei Kfz-Mechatronikerinnen unter den Absolventen.
Die Gesellenbriefe wurden in loser Reihenfolge übergeben, begleitet von Fotos aus der Ausbildungszeit. Als besonderes Andenken erhielt jeder Junggeselle eine personalisierte Radkappe mit seinem Namen, dem Innungslogo und dem Prüfungstag.
Tradition trifft Moderne
Kreishandwerksmeister Mario Schmidt verband in seiner Ansprache Tradition mit Moderne und sprach die Absolventen mit den feierlichen Worten frei: „Kraft meines Amtes spreche ich euch frei, ein jeder jetzt Geselle sei. Schafft fröhlich mit Herz und Hand und seid stolz auf euren Handwerksstand.“
Abschließend ließ Luca Franke im Namen aller Junggesellen die herausfordernden dreieinhalb Ausbildungsjahre Revue passieren und dankte Lehrern, Ausbildern, Familien und Freunden für ihre Unterstützung – insbesondere während der durch die Corona-Pandemie erschwerten letzten Ausbildungsjahre.
Mit einem Zitat von Henry Ford – „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“ – wurde der Wert lebenslangen Lernens betont, um den ständigen technischen Fortschritt in der Branche meistern zu können.
Feierlicher Abschluss und gemeinsames Erinnerungsfoto
Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmer zu einem Gruppenfoto vor dem Museum – eingerahmt von einem Lkw, Transporter, E-Auto und einem Verbrenner-Pkw, um die gesamte Bandbreite der Kfz-Ausbildung zu symbolisieren. Ein Sektempfang sowie eine Fotoecke rundeten die gelungene Veranstaltung ab und boten Gelegenheit, diesen besonderen Tag in Erinnerungen festzuhalten.
- Gesellenfreisprechung der Kfz-Innung Nordost MV 2025
- Gesellenfreisprechung im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald
- Gesellenfreisprechung Kfz-Innung Nordost MV
- Luca Franke ließ im Namen aller Junggesellen die herausfordernden dreieinhalb Ausbildungsjahre Revue passieren
- Ex-Profiboxer Sebastian Sylvester zog Parallelen zwischen Leistungssport und Handwerk
- Gastredner Achim Lerm, stellv. Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
- Gruppenbild vor dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald
- Radkappe, bedruckt mit seinem Namen, dem Innungslogo und dem Tag der Prüfung - dem Ende seiner Lehrzeit.
- Bericht_ueber_die_Gesellenfreisprechung_am_27.02.2025_in_Greifswald.pdf